Schreckminute beim Bauamt

Wir haben uns telefonisch beim Bauamt über die Rahmenbedinungen für unser Bauvorhaben erkundigt. Dabei gab es einen kleinen Schreckmoment – die nötigen Abstandsflächen seien inzwischen viel größer und wir dürften jetz nicht mehr in den Dimensionen des bestehenden Hauses bauen. Zum Glück rettet uns das sogenannte „16-Meter-Privileg“.

Am Samstag, den 13. August 2015, haben wir beim Bauamt des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen angerufen. Da es am Schleifmühlweg in Schrobenhausen keinen Bebauungsplan gibt, müssen wir uns gemäß Baurecht an der Umgebungsbebauung orientieren. Was das aber genau heißt – inbesondere wenn wir selbst mit dem alten Haus zu den größten Gebäuden in der Umgebung zähl(t)en – das wollten wir nun vom Bauamt wissen. Dann der Schock: So wie jetzt, mit nur etwa 3 bzw. 4 m Abstand zu den Nachbargrundstücken nach Westen und Norden, könnten wir nicht mehr bauen. Einzuhalten sei als Abstand mindestens die Wandhöhe. Also wie in folgender Zeichnung skizziert:

Abstandsflächen-Traufe-Normal

Da wir eine Wandhöhe von 6,7 m planen, wird es auf unserem Grundstück also viel zu eng mit dem Entwurf. Wir sollten aber erstmal mit dem Bauamt der Stadt Schrobenhausen telefonieren, schließlich seien diese die ersten, die über den Antrag zu befinden hätten.

Mit einem sehr unguten Gefühl wandten wir uns also an die Stadt. Und siehe da, der Bauamtsleiter Herr W. war nicht nur sehr freundlich und ging auf all unsere Fragen ein, sondern half uns mit dem sogenannten 16-m-Privileg aus der Patsche. Es ist nämlich erlaubt, an zwei beliebigen Wänden, die maximal 16 m lang sind, nur die halbe Distanz zu berechnen. Also wie in folgender Skizze:

Abstandsflächen-Traufe-16m

Damit brauchen wir auf der Westseite also keine 6,7 m zum Nachbarn, sondern nur etwa 3,4 m. Das hilft uns natürlich sehr. Bei der Giebelseite ist es etwas komplizierter, aber für uns auch sehr zufriedenstellend. Mehr dazu in einem eigenen Beitrag.

Offen bleibt im Moment noch der Kranaufstellplatz. Mit dem Schotterparkplatz, der direkt im Norden an unser Grundstück anschließt, gäbe es natürlich einen wunderbaren Ort dafür. Laut Auskunft der Stadt gehört er einer kirchlichen Einrichtung. Da werden wir mal nachfragen…

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