Ein stabiles Fundament

Ende April wurde die Bodenplatte gegossen: An sich eine unkomplizierte Sache, aber am Ende gabs doch noch ein wenig unerwarteten Nervenkitzel…

Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man nicht mehr selbst in der Verantwortung steht, dass alles richtig ausgeführt wird. Denn wir hatten vertraglich vereinbart, dass Keitel-Haus auch den Bodenplattenhersteller beauftragt (und würden das auch jedem zukünftigen Bauherrn empfehlen!). Wenn also irgendwas mit der Bodenplatte nicht stimmen sollte, so ist es (bis auf die Verzögerung usw.) zumindest nicht unser Risiko. Beim Abriss und der Aufschüttung war es noch anders: Keitel-Haus erwartet einen Baugrund mit gewissen Eigenschaften, und diesen herzustellen, war unsere eigene Aufgabe. Deshalb hatten wir nach der Aufschüttung auch noch einen Lastplattendruckversuch in Auftrag gegeben.

Der Bodenplatte schauten wir also halbwegs entspannt entgegen, und es lief auch reibungslos mit der Firma Klotz. Die Streifenfundamente waren schnell ausgehoben und gegossen, und am zweiten Tag wurden die Abwasserrohre und Leerrohre für die Versorger (Gas, Strom, Telekom, Frischwasser) verlegt. Hier musste ich nur kurzfristig ein Verbindungsteil zwischen den neuen KG-2000-Rohren und unserem alten Revisionsschacht-Anschlussrohr aus Ton besorgen (was trotz bemerkenswerter Baumarktdichte in Schrobenhausen gar nicht so leicht war). Am dritten Tag wurden schließlich die Bewehrungsmatten verlegt und die Bodenplatte selbst gegossen. Wir haben auf ausdrücklichen Rat unserer Statiker im Bekanntenkreis nämlich keinen Stahlfaserbeton bestellt, sondern arbeiten ganz klassisch mit Betonstahlmatten. Die genaue Begründung dafür haben wir leider schon wieder vergessen, aber diesen Sonderwunsch gab es zum Glück auch ohne Aufpreis 😉

Ein wenig Nervenkitzel gab es dann aber doch noch. Am zweiten Tag haben die Stadtwerke Schrobenhausen die Abwasserleitungen am offenen Graben besichtigt und uns nochmal auf den (von uns schon lange vergessenen) nötigen Dichtheitstest hingewiesen. Dieser darf aber nicht von der Baufirma selbst durchgeführt werden. Nun lief uns die Zeit davon, denn am Tag darauf sollte ja schon betoniert werden, und danach kommt man, naja, irgendwie schlecht an die Rohre ran… Ich habe also sehr kurzfristig noch eine Kanalbaufirma organisieren müssen und wurde schließlich bei der Firma Schad in Ingolstadt fündig. Die Bodenplattenfirma machte für uns solange einen unverbindlichen Test, der reibungslos geklappt hat (am Ende dichtmachen; Wasser in alle Rohre; eine Stunde abwarten; Wasser noch drin; alles gut). Als dann am folgenden Tag die zweite Kanalbaufirma den Test durchführte (diesmal mit einem Luft-Vakuum), lag also eine leichte Spannung in der Luft, aber zum Glück ging alles gut 🙂

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